Spiele und Verantwortung

Auf der Suche nach einer angemessenen Weihnachtslektüre stieß ich auf das UN Global Compact International Yearbook 2011. Wenn auch nicht ganz so spannend wie ein Roman von John le Carré, so war es doch nicht das fade Geschwafel das man in solchen Veröffentlichungen manchmal erwartet.

Besonders interessant fand ich einen Artikel, „The Accountability Web: Weaving Corporate Accountability with Interactive Technology“ (zu deutsch etwa, „Verantwortung im Netz: die Verwobenheit von Unternehmensverantwortung und interaktiver Technologie“) von Bill Baue und Marcy Murninghan. Und Nein, der Artikel hat mich nicht nur deshalb beeindruckt, weil er unser Spiel CEO2 erwähnt, das wir 2010 für WWF und Allianz entwickelt haben.

Die Autoren spüren der neuesten Entwicklung von „Verantwortung 2.0“ nach, in der große Schritte zu einer ehrlichen „gegenseitigen Kommunikation und Kooperation“ mit Stakeholdern im Internet gemacht worden sind. Beispielhafte Firmen-Webseiten sind unter anderem Patagonia, Natura und der interaktive „Sustainability Report“ von SAP.
Man kann Spiele als die „leichte Seite“ der Verantwortung im Netz betrachten. In diesem Zusammenhang erwähnt der Artikel einige Beispiele, unter anderem „CEO2“, „CityOne“ von IBM, „Climate Bathtub Simulator“ von MIT.

Wie der Artikel treffend zusammenfasst, „interaktive Spiele und Simulationen können in ähnlicher Weise die Unternehmensverantwortung weiterentwickeln, indem sie Szenarien darstellen und es unterschiedlichen Stakeholdern ermöglichen, komplexe Sachverhalte schnell zu verstehen und neue Lösungsansätze auszuprobieren.

In diesem Sinne, lasst uns hoffen dass uns 2012 mehr neue gute Beispiele beschert!

Mehr zu Braue und Murninghan findet ihr hier.

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